Geht man in den hellen Innenraum, so hat man den Eindruck, einen hohen Saal zu betreten. Der klassizistische Hochaltar hält den Blick sogleich gefangen.
Zwei schwere blaugraumarmorierte Vollsäulen mit korinthischen Kapitellen (oberer Abschluss einer Säule) vor Pilastern stehend tragen das Gebälk mit dem Auge Gottes (Symbol der Dreifaltigkeit), rechts und links davon Flammenkrüge.
Das Altarbild Maria Immaculata stammt von dem Fürther Maler J. A. Gierer. Gemäß der Gotteshausrechnung von 1830/31 erhielt der Maler 200 Gulden lohn. Der Tabernakel hat Vollsäulengliederung und vollutenförmige herabgeschweifte Seitenteile. Den kuppeligen Aufsatz ziert das Lamm Gottes.
Der Hochaltar ist im wesentlichen das Werk des tüchtigen Bildhauers Paul Hetzel aus Burgkunstadt von 1831. Hierfür sollen laut der gleichen Gotteshausrechnung 425 Gulden gezahlt worden sein. Die Schreinerarbeiten sind von Johannes Knorr für 336 Gulden gefertigt.
Maler– und Vergolderarbeiten wurden von Heinrich Roth und Balthasar Popp, beide aus Burgkunstadt ausgeführt. Für ihre Arbeiten wurden 700 Gulden ausgewiesen.
Die Zeichnung des Altares stammt vom Baupraktikanten Ernst aus Kulmbach; Kosten 16 Gulden und 19 Kronen.
Den Altar flankieren die weiß und golden gefassten lebensgroßen Holzfiguren der beiden Kirchenpatrone St. Heinrich und Kunigunde. Beide Figuren stammen aus der alten Kirche. Es sind gute Arbeiten wohl des Bamberger Bildhauers Kar um 1770. Die Seitenaltäre von 1780/81 stammen aus der ehemaligen gotischen Hallenkirche, wohl aus einer Bamberger Werkstatt.